Hashtag-Analyse: Kontinuität zahlt sich aus

Effizienz-Analysen von Hashtags – zurzeit eine unserer Lieblingsbeschäftigungen ;-). Effizienz lässt sich analysieren, indem man Inputs und Outputs – hier die Verwendung von Hashtags auf Twitter – miteinander vergleicht. Eine frühere Analyse von @christophhess zu den Hashtags #pokeRT, #srfthevoice, #sma14 und #superfan2014 ist hier zu finden. Auf vier weitere Events geht dieser Blogpost ein: #watsonZPRG, #ESMSCH, #swa und #railsession.

Am 4. März 2014 fand bei Watson ein Meet ‘n’ Greet mit der Zürcher PR-Gesellschaft ZPRG statt. Entsprechend lautete der Hashtag: #watsonZPRG. Bei #ESMSCH am 12. März 2014 handelte es sich um den Enterprise Social Event veranstaltet von Microsoft und bei #swa am 13. März 2014 ging es um das Jahrestreffen der Mitglieder des Schweizer Werbe-Auftraggeberverbands. Am 15. März 2014 veranstaltete SRF Virus im Rahmen von #railsession ein Konzert im Zug von Bern nach Basel. Zum Vergleich ebenfalls berücksichtigt wird #pokeRT, unsere Social Media Party, die am 4. März 2014 zum zehnten Mal stattgefunden hat.

Alle Daten wurden am 16. März 2014 mit Topsy und Klout erhoben, wobei nur Tweets am jeweils gleichen Tag berücksichtigt wurden. In der nachfolgenden Infografik sind die Ergebnisse und Klout Scores der Veranstalter zusammengefasst.

Anhand der Grafik sieht man, dass #pokeRT mit 743 Tweets deutlich die meisten Erwähnungen erzielt hat. Am Event selbst waren etwa 150 Gäste anwesend, die den Abend vor allem mit Tweets begleitet und dokumentiert haben. Beim Medienabend bei Watson waren nach Angabe von ZPRG etwa 120 Gäste und ZPRG-Mitglieder anwesend. Im Vergleich mit #pokeRT fällt die Anzahl Tweets mit Hashtag aber deutlich geringer aus (152 Erwähnungen). Noch etwas sichtbarer in den Twitter Timelines der User als #watsonZPRG war die #railsession mit @LoLeduc (176 Erwähnungen). Kaum Beachtung in den Twitter Communities fand hingegen #swa – ein Hashtag der wenig spezifisch ist und auch in anderen Kontexten häufig verwendet wird, sodass die Auszählung schliesslich nicht nur anhand des Datums erfolgen konnte, sondern manuell ausgezählt werden musste (7 Erwähnungen). Auch bei #ESMSCH erschliesst sich nicht auf den ersten Blick, um was es beim Event ging und wer der Veranstalter war (28 Erwähnungen).

Wie kommen die Unterschiede zustande?

Zunächst habe ich mir die Klout Scores der Veranstalter angeschaut, die man auch anhand der Grafik ablesen kann. Diese liegen aber, sofern vorhanden, eher nah beieinander, sodass sich keine sinnvollen Aussagen über einen direkten Zusammenhang machen lassen: Am unteren Ende liegt @zprg mit einem Klout Score von 42, @watson_news mit einem Klout Score von 62 an der Spitze. Es wurde auf ganze Zahlen gerundet.

Schaut man sich dagegen die Aktivitäten der Veranstalter auf Twitter an, fallen doch Unterschiede auf: #pokeRT hat bereits zum zehnten Mal stattgefunden. Der Hashtag ist seit Beginn der Event-Reihe derselbe und mit dem Event-Namen identisch, was die Verwendung deutlich einfacher macht, als beispielsweise bei #ESMSCH. Hier muss man noch auf die richtige Reihenfolge der Buchstaben achten und man möchte @renelisi Recht geben, wenn er sagt, dass Volumen und Reichweite auch etwas mit der Einfachheit und Länge der Hashtags zu tun haben.

 

Bei #watsonZPRG gab es wohl keine Schwierigkeiten mit dem Hashtag an sich. Allerdings wurde er bereits im Vorfeld kaum verwendet: ZPRG ist auf Twitter wenig aktiv und hatte auf den Event (und Hashtag) einmalig etwa vier Wochen zuvor aufmerksam gemacht. Auch Watson hielt sich vor und während des Meetings zurück und twitterte stattdessen kurz vor dessen Beginn.

 

 

SRF Virus hat die #railsession vier Tage vor dessen Stattfinden via Twitter angekündigt und auch gleich den Hashtag vorgestellt. Wie anhand der Timeline sichtbar wird, wurde dieser konsequent in allen Tweets, sowie auch auf Facebook und Instagram, verwendet. Letztere wurden in dieser Analyse jedoch nicht berücksichtigt. Die Strategie zahlt sich insbesondere aus, wenn man neue Hashtags bei möglichst vielen Community Members und auch darüber hinaus bekannt machen will.

Der Hashtag für den Event bei Microsoft blieb bis zur Nachfrage von @ErikaKessler1 hingegen unbekannt und der Schweizer Werbekunden-Verband twittert nicht – beides trägt nicht zu einer effektiven Nutzung von Hashtags bei.

 

Fazit

Mal abgesehen von der Attraktivität einzelner Events oder der Grösse der Communities, die sich auf Volumen und Reichweite von Inhalten auswirken, kann man erkennen, dass sich Kontinuität im Community Management auszahlt. Einerseits bezogen auf die Konsequenz, mit der Hashtags von Veranstaltern und in Folge dann auch von den Usern verwendet werden. Und andererseits in Zusammenhang mit dem Zeitpunkt, ab dem bestimmte Informationen mitgeteilt werden. Dabei ist weniger entscheidend, wie weit im Vorfeld kommuniziert wird, sondern mehr, wie regelmässig. Im Fall von #pokeRT haben wir erstmals Informationen (fast) ausschliesslich über die Social Media Profile von @kubleag geteilt und im Zuge des Community Managements darauf geachtet, den Hashtag gut sichtbar in alle relevanten Aktivitäten auf Social Media zu integrieren, sowie die User darauf hingewiesen. Diese Zielstrebigkeit hat sich am Ende mit viel Engagement und grosser Reichweite im Social Web ausgezahlt.

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One thought on Hashtag-Analyse: Kontinuität zahlt sich aus

  1. […] mit sechs anderen Events, die in den zurückliegenden Wochen stattgefunden haben und von uns bereits analysiert wurden. Die Daten wurden mit Topsy erhoben und wir haben alle Tweets rausgefiltert, die denselben Hashtag […]

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