Shortlist-Analyse: Wie social sind die Nominierten der Best of Swiss Web Awards 2014?

Am 3. April 2014 findet in Zürich die Verleihung der Best of Swiss Web Awards 2014 statt. Anlässlich dieser Awards habe ich analysiert, wie präsent die Nominierten auf der Shortlist im Social Web sind. Die Kernthemen sind E-Business und Web-Technologie. Das Ziel der Veranstalter ist es die Transparenz und die Qualitätsstandards in der Schweizer Web-Branche zu fördern. Jährlich findet eine Preisverleihung statt, bei der die besten Schweizer Web-Projekte gekürt werden. Die Ergebnisse meiner Analyse sind in der nachfolgenden Infografik zusammengefasst.

In der Analyse wurden alle Auftraggeber der 84 Projektbeiträge auf der Shortlist berücksichtigt. Die Ergebnisse wurden für Facebook, Twitter, Google+, YouTube und Blogs zusammengefasst und in einer Infografik dargestellt. Facebook ist als Plattform am beliebtesten:  86% haben eine eigene Facebook Page. Twitter nutzen 62%, eine Google+ Page haben 60% und einen YouTube Channel 58%. Einzig die Blogs werden mit 13% eher wenig genutzt.

Auffallend ist vor allem, dass die wenigsten Unternehmen auf allen berücksichtigten Social Media-Plattformen präsent sind: Von insgesamt 84 analysierten Unternehmen sind nur sechs auf allen vier Plattformen vertreten und bewirtschaften zusätzlich einen Blog – so beispielsweise SWISS oder auch Swisscom.

SWISS ist mit dem Projekt “Seats for Switzerland”, welches im untenstehenden Video zu sehen ist, für einen Award nominiert. Das Unternehmen bietet ein gutes Beispiel für Präsenz im Social Web. Auf jeder der vier analysierten Social Media-Plattformen ist das Unternehmen vertreten und zusätzlich findet man auch einen Blog. Twitter und Facebook werden von der Fluggesellschaft täglich aktualisiert, Google+ und der YouTube Channel wöchentlich bis monatlich. Es scheint generell so zu sein, dass die Nominierten auf der Shortlist der Awards primär Twitter und Facebook nutzen, um die Community zu pflegen. Google+ und YouTube kommen weniger regelmässig zum Einsatz.

Dieses Bild hat sich auch schon bei der Analyse von @antoniafrind gezeigt, als sie im November 2013 untersucht hat, wie präsent die besten Schweizer Apps im Social Web sind. Facebook und Twitter liegen hier mit 44.44% bzw. 41.26% ebenfalls auf den vorderen Plätzen, gefolgt von YouTube (22.22%) und Google+ (19.04%). Es darf aber nicht vergessen werden, dass bei dieser Analyse nur die Social Media-Plattformen berücksichtigt wurden, die im direkten Zusammenhang mit der App stehen – und nicht die Auftraggeber, die dahinter stecken.

Die Shortlist-Analyse der Best of Swiss Web Awards 2014 hat zusätzlich gezeigt, dass es zwei Möglichkeiten gibt, um im Social Web präsent zu sein: Zum einen mit Profilen für das Unternehmen selbst, zum anderen mit Profilen zum Produkt oder Projekt. Letzteres hat beispielsweise die Online-Krankenkasse KPT mit ihrem Projekt Smileball gemacht, welches nun nominiert ist. Für das Game gibt es eine eigene Facebook Page, einen Twitter Account, eine Google+ Page und einen YouTube Channel.

Klout Ranking für Best of Swiss Web 2014

Wie unser Klout Ranking mit den Nominierten auf der Shortlist zeigt (oben sind die Top 8 zu sehen), sind Präsenz, Aktivität und Vernetzung entscheidend für Einfluss im Social Web. Es bleibt abzuwarten ob diese Faktoren auch für die Verleihung der Awards wichtig sind.

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